Heute einen faz.net-Artikel gelesen, dem ich nur teilweise zustimme. Darin aber diesen Satz für zitierenswert befunden:
Es fällt anlässlich dieses Todesfalles noch etwas anderes ins Auge, das allgemein journalistischer Natur ist: Die öffentlich-rechtlichen Nachrichtensendungen haben inzwischen Schwierigkeiten, angemessen auf solche Ereignisse zu reagieren, weil sie ohnehin schon so vieles dramatisieren, personalisieren und boulevardisieren.
Diese Schwierigkeiten, angemessen zu reagieren, beschreibt ganz konkret Stefan Niggemeier:
„Sprachlosigkeit” ist das Wort, das Journalisten seit gestern immer wieder gebrauchen, um die Reaktionen auf den Tod zu beschreiben, und während sie reden und reden, merken sie gar nicht, dass das eigentlich eine angemessene Reaktion ist: Sprachlosigkeit. Man muss sich, zum Beispiel, das Gespräch im „heute journal” gestern ansehen, in dem der Reporter Boris Büchler im Studio beschreibt, dass alle trauernden Menschen, die er noch am Abend angerufen hatte, trauern und viele davon sogar so sehr, dass sie gar nicht ans Telefon gegangen seien, um mit ihm darüber zu reden.
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