Der reißerische Titel der Doku, die ich soeben – wie immer bei guten Filmen im Ersten/Zwoten: viel zu spät – in der ARD gesehen habe, mag auf viele gebildete Menschen etwas abschreckend wirken. Das ist schade, denn auch (oder vielleicht insbesondere?) sie sind Zielgruppe des Films. Und so empfehle ich, ihn trotzdem anzuschauen. Denn anschließend wirken wahrscheinlich viele 'wissenschaftliche', mit großem Aufwand erstellte Prognosen, von denen man ständig hört und liest und mit denen immer wieder argumentiert wird (und die auch ich ständig als Rahmenbedingungen von Argumentationen akzeptiere), höchst abschreckend.
Anschauen kann man sich den Film auf
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3310728 [mittlerweile nicht mehr]
http://www.youtube.com/watch?v=H7oqH26U1Zs oder bei Youtube suchen.
Diese
Täglich werden wir überschüttet von Prognosen: Der nächste Winter wird extrem schneereich, der Geburtenschwund kippt die Sozialsysteme, der Dax steigt auf 7000 Punkte und jeder zweite Deutsche wird unter Bluthochdruck leiden. Diese Vorhersagen kann man getrost vergessen. Die Zukunft vorherzusagen ist unmöglich, so banal und immer noch so gültig. Nicht viel mehr wert als der Blick in die Kristallkugel.
und weitere Infos zum Film auf
http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,lwurjki07kw5bysh~cm.asp

Diese Grafik hab ich unter der Überschrift "Prognose" auf iserlohn.de gefunden, wo man offenbar kein teures Institut beauftragt hat, das zwar zum selben Ergebnis gekommen wär, im Bericht dann aber vier der fünf Verianten aus dem Diagramm entfernt hätte.
Kommentare
09.03.2010 - 23:36 — "Die größte und schlimmste aller Umweltverschmutzun (not verified)
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[...] jene 'Wahrheiten' nicht selten das Ergebnis erfolgreicher PR-Kampagnen sind (in denen häufig mit "wissenschaftlichen Prognosen" argumentiert wird). Los Angeles. Eine Megastadt mit 20 Millionen Einwohnern. Ausreichend Strom [...]