Als ich geboren wurde (oder etwas später) hörten Pink Floyd auf, interessant zu sein. Ein paar Jahre zuvor, nämlich, wie ich soeben im Radio gehört habe, genau heute vor sage und schreibe 40 Jahren veröffentlichten sie Ummagumma, ein Album, das ich vor knapp 20 Jahren vglw. häufig gehört habe – und zwar als Kopie der Schallplatte eines Nachbarn auf Kassette! Vor ein paar Jahren hatte ich einen ganzen Haufen CDs aussortiert, um sie bei Ebay zu verticken (sie wurden mir blöderweise zuvor aus dem Keller gestohlen), Pink-Floyd-CDs aus den früheren 70ern waren nicht dabei – "The Wall" schon.
Heutezutage gibt es im Vergleich zu damlas eine viel größere musikalische Vielfalt und man könnte denken, Pink Floyd bemühen sich teilweise auf drollige Weise darum, modern zu klingen. Sie sind waren diesbezüglich jedoch, trotz nicht ansatzweise mit heute vergleichbarer Technik, viel näher an tollen Bands wie Air oder Massive Attack als an den Beatles oder Rolling Stones. Bei Air wird es häufig sogar explizit "Einfluss" genannt und Air wehren sich angeblich gegen diesen Vergleich. Vielleicht sogar zu Recht: Sie hatten Pink Floyd beim Schreiben ihrer Musik womöglich gar nicht im Hinterkopf, Pink Floyd waren ihrer Zeit lediglich 30 Jahr voraus (obwohl die Ähnlichkeiten bei einer Air-CD, ich weiß leider grad nicht bei welcher, sehr auffällig sind).
Man könnte es vielleicht so formulieren: Pink Floyd verhält sich zu den Beatles und Air wie "2001: Odyssee im Weltraum" zu "Raumpatrouille Orion" und "Die Matrix".
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