Das ist weder neu, noch überraschend:
Die frühere FDP-Staatsministerin Hildegard Hamm-Brücher kritisierte im SPIEGEL das Vorgehen der Partei: "In der Regierung macht die FDP reine Klientelpolitik. Sie kümmert sich um die Steuerfragen einer bestimmten Schicht, das ist alles." [spiegel.de]
Womit sie im Anschluss zitiert wird, ist ebenfalls nicht neu, doch bei jeder Wahl immer wieder überraschend:
"Wenn sie diesen Kurs nicht ändert, bekommt sie bei der nächsten Wahl höchstens zehn Prozent." [spiegel.de]
Sie können machen, was sie wollen und kriegen immer wieder zehn oder mindestens fünf Prozent. Schon ein Prozent finde ich erstaunlich. Doch das von der Klientel gespendete und in Wahlplakate, TV-Spots und andere PR-Kampagnen investierte Geld amortisiert sich offenbar ganz gut.
On the other hand: Die FDP ist sicherlich lediglich die dreisteste unter den in dieser Hinsicht ähnlichen Parteien. Rückläufige Wahlbeteiligungen werden zwar immer von allen in der Öffentlichkeit Stehenden sorgenvoll beklagt, doch eigentlich weiß jeder von ihnen, woran es liegt.
Kommentare