Dafür, daß ich heut noch keine Zeit mit der Lektüre eines Michael-Jackson-Artikels verschwendet habe, belohne ich mich kurz mit dem Niederschreiben dieser traurigen Notiz aus meinem Leben: Nach einem Anruf beim Finanzamt heute morgen fiel mir auf, daß ich die Nummer gewählt hatte, ohne sie zuvor nachschlagen zu müssen; fast schon geistesabwesend - während ich heute nur noch ganz wenige Telefonnummern meiner Freunde im Kopf habe (und zwar die wenigen, die sich in den letzten acht Jahren nicht geändert haben). Viel schlimmer noch: Auf Nachfrage konnte ich meine Steuernummer runterrattern, ohne eine Sekunde nachdenken zu müssen.
Toller Lebensabschnitt! In dem Alter, in dem ich mir den ganzen Michael-Jacksen-Mist noch durchgelesen hätte, kannte ich noch alle Nummern meiner Freunde, nicht aber die des FAs auswendig.
Ich möchte die Gelegenheit zu einer Medienkritik nicht ungenutzt lassen: Wie kann es sein, daß in der 17-Uhr-Tagesschau des selbsternannten Qualitätssenders ARD das Thema "Michael Jackson" einen höheren Stellenwert einnimmt als der unselige Vorschlag, den verminderten MwSt-Satz zu erhöhen? Heut Abend soll es sogar eine Sondersendung zu Michael Jackson geben...
Kommentare
28.06.2009 - 13:05 — Neb (not verified)
Weil der Tod Michael Jacksons
Weil der Tod Michael Jacksons die Welt mehr verändert, als die Mwst-Erhöhung.