Hab grad im Radio einen Bericht über die junge Wissenschaft "Epigenetik" gehört, genauer: Eine Besprechung des Buchs "Epigenetik: Wie Erfahrungen vererbt werden" von Bernhard Kegel.
Demnach werden nicht nur die Gene vererbt,
sondern auch die lebenswichtige Information, ob die Zelle diese Gene benutzen soll oder nicht. Die Steuerung erfolgt über biochemische Schalter, die nicht zuletzt durch die Einflüsse der Umwelt programmiert werden. Erfahrungen verändern die Hardware des Genoms. Unser Schicksal und das unserer Kinder und Enkel liegt also nicht allein in den Genen. [amazon.de]
Das habe weitreichende Konsequenzen für Medizin, Evolutionsbiologie und unser alltägliches Verhalten.
Obacht: Evolutionsbiologie! Manchen Leuten gegenüber habe ich bereits meine Zweifel gegenüber der Evolutionstheorie, wie wir sie in der Schule gelernt haben, zum Ausdruck gebracht. Ohne darauf näher eingehen zu wollen, sei dennoch gleich hinterhergeschoben: Ohne daß ich eine Alternative anbieten könnte (bin isch Darwin oder was?), d.h. insbesondere ohne in der Kreationistenecke landen zu wollen. Womöglich ist die Epigenetik ja eine Lösung... Vielleicht mal das Buch lesen.
Unabhängig davon: Der Amazontext wird eingeleitet mit dem Satz: "An Universitäten wie an Stammtischen wird hitzig debattiert, ob Umwelt und Erfahrungen den Menschen prägen oder allein seine Gene." Hätte gar nicht gedacht, daß es zu diesem Thema Stammtischparolen gibt.
Nachtrag: Auch der Spiegel hat sich des Themas angenommen.
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